Vierte Auflage der Kooperation zwischen Kreishandwerkerschaft und Agentur für Arbeit Essen fokussiert das Anlagenmechaniker-Handwerk.
Was als Pilotprojekt begann, hat sich längst als fester Eckpunkt in der Essener Nachwuchsförderung etabliert: Die Kreishandwerkerschaft Essen und die Agentur für Arbeit Essen setzen ihre erfolgreiche Veranstaltungsreihe für Multiplikatoren fort. In der mittlerweile vierten Auflage des Formats stand ein Gewerk im Mittelpunkt, das wie kaum ein anderes die Themen Klimaschutz und Hightech vereint: das Handwerk für Sanitär, Heizung und Klima (SHK).
Im Haus des Handwerks an der Katzenbruchstraße begrüßten Hauptgeschäftsführer Martin Weber und ÜBL-Werkstattmeister Maximilian Freund eine Gruppe interessierter Berufsberaterinnen und Berufsberater. Ziel der Kooperation ist es, den Expertinnen und Experten der Arbeitsagentur ein authentisches Update zu modernen Berufsbildern zu geben, damit diese die Karrierechancen im Handwerk noch zielgerichteter in die Schulen tragen können.
Vom „Klempner-Image“ zum Klimaschützer von morgen
Das Berufsbild des Anlagenmechanikers für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik hat in den letzten Jahren eine enorme Transformation durchlaufen. Wo früher klassische Installationen im Vordergrund standen, dominieren heute komplexe Systeme und digitale Steuerungen. „Wer heute eine Ausbildung im SHK-Bereich beginnt, wird zum Experten für die Energiewende“, betonte Maximilian Freund während seines Impulsvortrags. „Wir brauchen kluge Köpfe, die Wärmepumpen planen, Smart-Home-Systeme vernetzen und nachhaltige Wasserkonzepte umsetzen“, ergänzte Martin Weber.
Praxis-Check in der Werkstatt
Unter der Anleitung der Werkstattmeister Maximilian Freund, Hussein El-Hassan und Thorsten Volkwein wurde es für die Teilnehmenden praktisch. In der überbetrieblichen Lehrwerkstatt (ÜBL) konnten die Berufsberater hautnah erleben, welche Anforderungen an die Auszubildenden gestellt werden:
- Technikverständnis: Einblick in moderne Heizungssysteme und erneuerbare Energien.
- Digitalisierung: Einsatz von Tablets zur Anlagensteuerung und Fehlersuche.
- Handwerkskunst: Präzision bei der Bearbeitung unterschiedlichster Werkstoffe.
Die Rückmeldungen der Gäste waren durchweg positiv: Besonders die Vielseitigkeit – die Mischung aus anspruchsvoller Theorie, handwerklichem Geschick und direktem Kundenkontakt – beeindruckte die Teilnehmenden.
Ein starkes Signal für die duale Ausbildung
Mit dem Abschluss der vierten Runde ist die Kooperation endgültig zum Selbstläufer geworden. Nach den Stationen Metallbau, Tischlerhandwerk und Gebäudereinigung zeigt auch das SHK-Gewerk, dass das Handwerk für junge Menschen jeder Vorbildung – vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur – erstklassige Perspektiven bietet.
Die Kreishandwerkerschaft Essen bedankt sich herzlich bei der Agentur für Arbeit Essen für das engagierte Mitwirken. Durch diesen direkten Wissenstransfer stellen wir sicher, dass die Berufsberatung auf dem neuesten Stand der Technik bleibt und die Begeisterung für das Handwerk authentisch an die nächste Generation weitergegeben wird. Wir freuen uns bereits jetzt auf die Fortsetzung dieser Erfolgsgeschichte!








