Aufenthaltsstatus, Sprachbarrieren, Anerkennung von Abschlüssen, Ämter- und Behördengänge – die Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer kann herausfordernd sein.
Hilfe bietet bereits seit 2020 das Kommunale Integrationsmanagement (KIM) der Stadt Essen. 15 Case-Manager kümmern sich um alle Fragen rund um die Integration von Zugewanderten. Auch Betriebe können sich melden, wenn sie Menschen mit Unterstützungsbedarf beschäftigen oder dies planen. Darauf wies das zuständige Kommunale Integrationszentrum im Rahmen eines Besuchs im Haus des Handwerks Mitte Juni hin. „Ziel von KIM ist es, die Integration und Teilhabechancen für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zu verbessern“, sagt KIM-Koordinatorin Dilcan Özmen. Dabei liege der Fokus darauf, alle Integrationsangebote innerhalb und außerhalb der Stadtverwaltung zu koordinieren und einheitlich auszurichten. Denn: „Neuzugewanderte stehen häufig vor verschiedenen Herausforderungen, die sie parallel bewältigen müssen, wie beispielsweise ausländerrechtliche Fragestellungen, Integration in Bildung, Arbeit, Wohnen oder Gesundheit.“ Das Kommunale Integrationszentrum setzt KIM bei der Stadt Essen federführend gemeinsam mit dem Jugendamt, dem JobCenter, dem Amt für Soziales und Wohnen, der Zentralen Ausländerbehörde und der Beratungsstelle Migrationsökonomie um. Weitere Partner sind die Träger der freien Wohlfahrtspflege. Das Land NRW fördert das Programm.

Hauptgeschäftsführer Martin Weber (r.) und Klima-Akademie-Leiter René Blank am Rande eines Arbeitsgesprächs mit Galina Borchers (2. v. l.), Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums Essen, und KIM-Koordinatorin Dilcan Özmen
Herzstück: Case-Management
Essen ist Teil des Pilotprojekts NRW.integrativ, das die Menschen bei ihrem Prozess in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt begleitet. Ein zentraler Baustein des Programms ist das Case-Management. Konkret erstellen Case-Manager gemeinsam mit ihren Klienten eine individuelle Bedarfsanalyse und unterstützen die Kommunikation zwischen allen Beteiligten. Dabei stehe die Entfaltung ihrer Potenziale im Mittelpunkt, nicht Hindernisse und Barrieren. „Auf diese Weise möchten wir sie zielgerichteter in ihrem Integrationsprozess unterstützen“, so Dilcan Özmen.
Wer kann sich melden? „Wir beraten grundsätzlich alle Menschen mit internationaler Familiengeschichte, die sich Unterstützung wünschen.“ Das Unterstützungsangebot ist kostenlos. Bei Bedarf kann auch ein Dolmetscher gestellt werden. Einfache Hilfe bietet auch die neue „Integreat-App“. JJS






