Senioren: gutes Sehen = gute Gehirnleistung



30.09.2019

Eine Studie aus den USA belegt Zusammenhänge zwischen schlechtem Sehen bei Senioren und schlechterer Gehirnleistung.


Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig gutes Sehen für ältere Menschen ist – der regelmäßige Besuch beim Augenoptiker oder Optometristen ist daher unbedingt empfehlenswert.

Dass ein Zusammenhang zwischen schlechtem Sehen im Alter und Kognition besteht, hatten vor einiger Zeit bereits die Auswertungen amerikanischer Studien vermuten lassen. Eine im renommierten Journal of the American Medical Association (JAMA) veröffentlichte Langzeitstudie bestätigt diesen Verdacht: Bei 2.520 Senioren wurden zunächst die Sehschärfe und anhand eines Fragebogens verschiedene geistige Fähigkeiten wie Orientierung, Rechnen, Buchstabieren und Gedächtnisleistung festgestellt.

Nach zwei, sechs und acht Jahren wurden diese Tests wiederholt. Dabei stellte sich heraus, dass sich sowohl Sehschärfe als auch Gehirnleistung in Abhängigkeit voneinander verschlechtert hatten, wobei die Sehschärfe wahrscheinlich die treibende Kraft darstellt.

Schlechtes Sehen im Alter kann zu vermehrten Unfällen etwa durch Stürze führen und die Teilhabe am sozialen Leben beeinträchtigen. Eine Sehverschlechterung sollte demnach keinesfalls als unabdingbare Alterserscheinung abgetan werden. Eine vom Augenoptiker individuell angepasste Brille, Kontaktlinsen – die sich übrigens bis ins hohe Alter eignen, sofern sie fachmännisch angepasst und kontrolliert werden – oder vergrößernde Sehhilfen tragen dazu bei, dass Senioren mobil und selbstständig bleiben.

Neben der regelmäßigen, jährlichen Kontrolle der Brillen- oder Kontaktlinsenwerte durch einen Augenoptiker sind regelmäßige Untersuchungen auf Augenerkrankungen wichtig. Denn diese gehen oft mit einer Verschlechterung des Sehens einher, verursachen aber ansonsten keine Beschwerden und werden daher oft erst zu spät erkannt.

Optometristen können in diesem Fall eine Lotsenfunktion einnehmen: Anhand sogenannter Screenings können sie bei einem Termin, der direkt oder ohne lange Wartezeit zu bekommen ist, Auffälligkeiten am Auge erkennen und den Kunden bei Bedarf an einen Augenarzt verweisen. Informationen zur Optometrie: www.optometrist.de 

Quelle: www.zva.de
Bild: MEV Verlag GmbH


Mitglieder-Login

Für Betriebe: #einfachmachen