+++++Corona Update++++++

 Nach dem Erlass der Landesregierung zu Corona werden die überbetrieblichen Ausbildungsstätten im Bereich der Kreishandwerkerschaft Essen ab Dienstag, 17. März, bis einschließlich 17. April 2020 geschlossen. Wir haben die Auszubildenden, die an überbetrieblichen Ausbildungsgängen teilnehmen sollten ebenso informiert wie die Betriebe. Die Auszubildenden müssen sich somit ab dem 17. März in den Betrieben einfinden, um dort die Ausbildung fortzusetzen.

Alle Zwischen-, Gesellen- und Abschlussprüfungen ab dem 19. März werden für den Bereich unserer Kreishandwerkerschaft Essen und der Innungen abgesagt. Die Teilnehmer werden unterrichtet.

Ab dem 20. April wird der Schulungsbetrieb wieder aufgenommen. Die Prüfungen werden ebenfalls nach den Osterferien durchgeführt. Entsprechende Einladungen werden an die Betriebe und die Auszubildenden rechtzeitig verschickt. Gemeinsam mit der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH – EWG, dem Essener Unternehmensverband (EUV) und der IHK zu Essen hat die Kreishandwerkerschaft Essen nach diversen Gesprächen auch unter Einbindung von Oberbürgermeister Thomas Kufen eine Service-Hotline eingerichtet, über die betriebliche Probleme, die im Zusammenhang mit dem Corona-Virus auftreten, angesprochen werden können mit dem Ziel, Ihnen Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Die entsprechende gemeinsame Presseerklärung finden Sie in der Anlage zu diesem Schreiben, für die Kreishandwerkerschaft steht Herr Stephan Margreff unter der Telefonnummer 0201/32008-31 zur Verfügung.

 

Gleichwohl sollte Sie abwägen, ob über Ihren Steuerberater Anträge auf Stundung von Steuernachzahlungen sowie laufenden Zahlungen ausgesetzt werden können. Wir gehen davon aus, dass es in besonders kritischen Situationen auch möglich sein wird,  Lohn- und Umsatzsteuer sowie Sozialabgaben bis auf weiteres zu stunden. Darüber hinaus sollten Sie

 

Im Einzelnen sollten Ihrerseits Überlegungen angestellt werden,

 

-        die Personalkosten zu reduzieren, primär sollte über Kurzarbeitergeld und auch vorrübergehende Entlassungen nachgedacht werden;

-        versucht werden sollte, über den Steuerberater eine Reduzierung bzw. Befreiung von sämtlichen Steuerzahlungen zu erreichen. Hierzu gehören primär laufende Vorauszahlungen, Stundung von bestehenden Nachzahlungen von Ertragssteuern, Stundung von Lohnsteuer und Umsatzsteuer;

-        Aussetzung bzw. Befreiung von sämtlichen Dauerschuldverhältnissen wie z.B. Stundung von Mitzahlungen, Stundung von Leasingraten, Aussetzung von Zins- und Tilgungsleistungen;

-        Notwendige Betriebsmittel müssen angeschafft werden, da davon auszugehen ist, dass Lieferketten noch lange unterbrochen oder gestört bleiben. Deshalb sollten Bestände für Hilfsmittel, notwendige Hilfs- und Betriebsstoffe, deren Einstandskosten günstig sind, entsprechend beschafft werden. Ansonsten steht der Aufstockung der Läger der damit verbundene Liquiditätsfluss entgegen.

Wir gehen  davon aus, dass einzelne Unternehmen zum Selbstschutz auf Vorkasse umstellen werden. Bitte prüfen Sie dringend Ihre betrieblichen Abläufe und Prozesse. Nicht notwendige Vorgänge, Gerichts- oder Genehmigungsverfahren können auf Antrag ausgesetzt werden. Der Gesetzgeber wird nach unserer Einschätzung in einer Vielzahl dieser Fälle durch entsprechende Rechtsverordnungen sicherstellen, dass existenzsichernde Maßnahmen nicht zu belastenden Rechtsfolgen führen.

 

Info-Flyer Kurzarbeitergeld

Info-Hotline

häufig gestellte Fragen aus arbeitsrechtlicher Sicht 

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