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Ab Oktober entfallen Bürokratielasten beim Programm „Willkommenslotsen“

09.10.2017

Ab Oktober 2017 entfallen bürokratische Hürden in dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Programm der „Willkommenslotsen“, das junge Flüchtlinge in Betriebe vermittelt.


So sind in Zukunft weder sogenannte De-minimis-, noch KMU-Erklärungen von den Betrieben einzuholen, bevor ein Flüchtling beschäftigt werden kann. „Für den Wegfall dieser bürokratischen Hürden hat sich das Handwerk stark gemacht. Es war nicht nachvollziehbar, warum ein Betrieb für die Integration eines Flüchtlings zunächst seine Bücher offenlegen soll.

Die Willkommenslotsenförderung kann nun zu einer noch stärkeren Inanspruchnahme des Programms führen. Notwendig ist folgerichtig zudem eine gleichgerichtete Entbürokratisierung im Programm Passgenaue Besetzung“, so Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH).

Mit 1.930 Vermittlungen im ersten Halbjahr 2017 in Hospitationen, Praktika, Einstiegsqualifizierungen, Ausbildungs- oder Beschäftigungsverhältnisse in kleineren und mittelständischen Unternehmen war das Handwerk unter den Maßnahmeträgern bereits überdurchschnittlich erfolgreich. Sieben der zehn erfolgreichsten Maßnahmeträger mit besonders hohen Vermittlungsergebnissen kommen aus dem Handwerk. 


Das Willkommenslotsen-Programm selbst läuft seit dem 01.03.2016. Nach dem Aufbau von Netzwerken und ersten Integrationserfolgen von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt  unterstützen nunmehr insgesamt 150 Willkommenslotsen, die bei Kammern und anderen Organisationen der Wirtschaft angesiedelt sind, die Betriebe dabei, Fachkräfte unter Flüchtlingen zu gewinnen.

Im ersten Halbjahr 2017 wurden im Rahmen des Programms insgesamt 4.245 Flüchtlinge in Betriebe vermittelt. Mehr als die Hälfte aller Vermittlungen erfolgte in Praktika und Einstiegsqualifizierungen (2.702). Die Zahl der Vermittlungen in Ausbildung hat sich mit 881 im ersten Halbjahr 2017 gegenüber 463 im Zeitraum März bis Dezember 2016 zudem deutlich erhöht. 

Quelle: Zentralverband des Deutschen Handwerks


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