Erfolgreich auftreten im Bewerbungsgespräch

Arbeitsagentur Essen gibt Tipps

Für junge Menschen, die noch im Bewerbungsverfahren stecken und die zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden, hält die Arbeitsagentur Essen wichtige Tipps parat. „Bittet der Ausbildungsbetrieb zum persönlichen Vorstellungsgespräch, kommt es darauf an, welchen Eindruck der Bewerber hinterlässt", betont Torsten Withake, Leiter der Essener Arbeitsagentur. „Damit am Ende möglichst der Ausbildungsvertrag winkt, möchte ich den betroffenen Jugendlichen noch eine Orientierungshilfe geben".   

Vorbereitet sein:
Am besten lesen Sie nochmals Ihre schriftliche Bewerbung durch, damit es bei dem Gespräch nicht zu Ungereimtheiten kommt. Üben Sie vielleicht vorher mit Freunden oder Eltern und achten Sie dabei auf Haltung, Sprache und Auftreten.

Seien Sie darauf gefasst, dass der Personalchef die Frage stellt, warum Sie sich gerade in dieser Firma bewerben. Haben Sie dafür die richtige Antwort im Kopf. Und zwar deshalb, weil Sie sich vorab über die Firma und ihre Qualitäten informiert haben!

Seien Sie ehrlich! Zum Beispiel bei der Frage, was Ihr Traumjob ist. Erklären Sie gegebenenfalls, warum Sie den Traumjob in der Realität nicht erlangen können.

Auch Sie dürfen und sollten Fragen stellen. Oft werden Sie dazu sogar aufgefordert. Aber Sie müssen informiert in das Gespräch gehen und keine naiven Fragen stellen. Die Frage „Wie groß ist die Firma eigentlich?" gehört dazu. Das sollten Sie aufgrund Ihrer Vorab-Information schon wissen. 

Fragen dürfen Sie natürlich nach den Arbeitszeiten, den Ausbildungsschwerpunkten, der Aufteilung von praktischer und theoretischer Ausbildung. Sogar nach der Ausbildungsvergütung (Lehrlingsgeld) dürfen Sie fragen. Meist kommt der Personalchef aber von allein darauf zu sprechen.

Pünktliches Erscheinen: Lieber früh, als zu spät – ist hier die Devise. 
Allerdings nicht schon 30 Minuten vor dem Termin ungeduldig an der Bürotür klopfen. 
Doch planen Sie immer eine Pufferzeit ein, sie dient Ihrer persönlichen Beruhigung und beugt Unwägbarkeiten (z.B. Stau, Bahn/Bus ausgefallen) vor. 
Sich fünf bis zehn Minuten vor dem Termin als anwesend zu melden, gilt als ideal.

Dezente und korrekte Garderobe: Kleider machen Leute. 
Sie gehen nicht zu einer Party oder in die Disko. Und der erste Eindruck entscheidet zwar nicht alles, doch schon sehr viel. Am besten zu der Garderobe greifen, die Sie auch auf Ihrem Bewerbungsfoto getragen haben. Das steigert den Wiedererkennungswert.

Dazu noch einige Tipps:
Bei der Kleidung: Greifen Sie zu gedeckten Farben wie Dunkelgrün, Dunkelblau, kombiniert mit frischen Tönen durch ein weißes Hemd/eine weiße Bluse. Tabu sind knallrote, pinke, gelbe Kleidung, Neonfarben und wilder Mustermix. Auch zu viel Schmuck, Parfüm oder Aftershave wirken störend.

Unbedingt vermeiden, was nachlässig wirkt, wie ungeputzte Schuhe, abgelaufene Absätze, fettige Haare oder ungepflegte Fingernägel. Lange Haare stehen vielen Frauen gut. Sie sollten beim ersten Vorstellungstermin aber gebunden getragen werden. 

Piercings besser herausnehmen, Tattoos möglichst mit der Kleidung überdecken. Körperschmuck ist bei Personalchefs wenig beliebt. Ebenso sollten Sie ausgefallene Accessoires (z.B. extravagante Brille) weglassen.

Kleiner Begrüßungsknigge: Mit guten Manieren kann man kaum verlieren – nach diesem Motto sollten Sie…

Ihren Gegenüber mit einem festen Händedruck begrüßen und ihm dabei in die Augen schauen,
sich für die Einladung bedanken,
sich erst nach Aufforderung setzen und vor allem erst nachdem Ihr Gegenüber Platz genommen hat, 
die ersten Unsicherheitsmomente ruhig weglächeln. Ein Lächeln kann jede Situation entspannen.
Unbedingt gerade, aufrecht und ruhig auf dem Stuhl sitzen.

Im Gespräch: Möglichst gelassen bleiben. Niemand will Ihnen an den „Kragen".

Auch Personalchefs sind Menschen und viele durchaus sympathisch und verständnisvoll. Machen Sie es ihm leichter, indem Sie seine Fragen abwarten und darauf präzise und ohne wortreiche Formulierungen verbindlich und ehrlich antworten.

Freundlich, zugewandt und aufmerksam bleiben, immer den Blickkontakt halten. Deutlich und nicht zu schnell sprechen und dabei umgangssprachliche Ausdrücke wie „geil", „mega", „cool", „abgefahren" vermeiden...

Verabschiedung: Bedanken Sie sich für das Gespräch und betonen Sie, wie sehr Sie sich freuen würden, wenn Sie die Ausbildungsstelle bekommen würden!


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